Freitag, 17. Juni 2016

Gartenrotschwänzchen


Ein lautstarkes "twuit-twuit-twuit..." lässt mich aufhorchen und siehe da: bald sehe ich den Sänger im Zwetschgenbaum vor dem Zimmerfenster.
Ein Gartenrotschwanz!


Die Zeit reicht nicht, die Fotokamera zu holen. Die Seltenheit dieses Vogel rechtfertigt ein Bild mit dem Smartphone durch das offene Fenster.

Doch nicht genug: auf demselben Zwetschgenbaum entdecke ich einen weiteren Gartenrotschwanz. Ob es sich um einen Jungvogel oder um das Weibchen handelt, kann ich weder aus der kurzen Begegnung noch aus dem Foto  mit Sicherheit schliessen.


Eine Sekunde später - ein kurzes Schwirren, ein orangeroter Fleck auf dem Foto und weg sind sie beide!






Montag, 23. Mai 2016

Frühling?

Erste sonnenverwöhnte Tage mit sommerlichen Temperaturen lassen den nasskalten Vorfrühling vergessen - auch wenn die Nächte immer noch kalt sind.

Derzeit wächst alles in Garten, Rebberg und Wiesen mit einer Geschwindigkeit wie sonst nie.






Winterkefe, Lötschentaler Ackerbohne, Topinambur, Rhabarber.




Winterroggen, Gerste Oberwald


Himbeeranlage


Austrieb bei den Reben


Nachdem ich das kniehohe Gras gemäht hatte, sieht man im kleinen Rebberg die Rebstöcke wieder...

Ob es jetzt definitiv Frühling und wärmer wird und der noch nahe Schnee abschmilzt? Der Wetterbericht  verspricht da wenig grosse Hoffnung...







Samstag, 30. April 2016

Es blüht so schön wenn Paradiesgartenbäume blühen...

Nach den Aprikosenbäumen, dann Kirschbäumen stehen jetzt die alten Sorten Obstbäume in Blüte:




Allerdings hatten wir hier im Paradiesgarten in der zu Ende gehenden Woche zweimal starke Nachtfröste. Glücklicherweise scheinen die Blüten dabei keinen Schaden genommen zu haben.

Auch das Bangen über den im letzten Herbst neu gepflanzten Walliser Müren-Baum (für Nichtwalliser: Maulbeerbaum) scheint sich zu entspannen: er treibt kleine grüne Knospen!

Hoffen wir, dass mit dem vor der Türe stehenden Mai wir uns nun bald endgültig von der Kälte verabschieden können und die noch bevorstehenden Eisheiligen ihrem Namen keine Ehre machen werden!

P.S. Ein Leser hat mich aufmerksam gemacht, dass der letzte Blog ein Jubiläum war: der 80. Blog! Dann wäre das nun also der 81. gewesen ;-))

P.P.S. Es sei wieder einmal erwähnt: Leserinnen und Leser, die den Blog per eMail abonniert haben: eine direkte Antwort auf das Blog-Mail bleibt im System stecken und kommt nicht bis zu mir weiter. Also entweder auf der Paradiesgarten-Webseite im Kommentarfeld antworten oder mir an meine persönliche Mailadresse ein Mail schicken!

Freitag, 1. April 2016

Weinbau - anderswo

Über die Osterfeiertage habe ich den Paradiesgarten verlassen und mich in südlicheren Gefilden - am Gardasee - aufgehalten. Da der Weinbau am südlichen und südöstlichen Ufer gute Tradition hat, nutzte ich die Gelegenheit, einem Weingut im Bardolino-Weingebiet einen Besuch abzustatten


Zwei Dinge fallen sofort auf: die Rebberge sind RIESIG und es sind keine RebBERGE, sondern eher Rebfelder - alles eben und flach, wunderbar zum Bearbeiten!


Die Cantina steht inmitten der Rebenfelder; ein alterwürdiges Gebäude, sehr sorgfältig renoviert durch die Besitzerfamilie.


Die Reben werden im Drahtbau-System gepflegt; geschnitten wird nach der Methode Guyot (wobei die hier angetroffene Variante sich leicht von der bei uns verwendeten unterscheidet)



Die Traubensorten, die hier angebaut werden, sind hauptsächlich Pinot Grigio, Cabernet, Merlot, Corvina und Rondinello.

Der Keller ist natürlich eine Augenweide: Fass an Fass reiht sich, gefüllt mit edler Ernte im Ausbau


Links von den Barriques erkennt man oben auf der Galerie die schwarzen Gestelle mit den Flaschen, in denen Sekt produziert wird


Selbstverständlich darf bei einem Besuch auf einem Weingut eine Degustation nicht fehlen ;-)


Mein Favorit? Er sei hier verraten: ein herrlicher Baldovino Bardolino Rosso 2013 aus Corvina- und Rondinella-Trauben; ein junger, fruchtiger Wein, der der Nase schmeichelt, einen halben Beeren- und Obstgarten von Aromen in sich trägt, von Frische sprüht und angenehm sanft und langanhaltend ist im Abgang!


Donnerstag, 24. März 2016

Ostern

Nachdem dieses Jahr Ostern an einem der frühest möglichen Daten stattfindet (Frühlingsanfang 21.3., Frühlingsvollmond 24.3., Wochenende 26.3.) geht der Weihnachtsbaum im Paradiesgarten nahezu nahtlos in den Osterbaum über ;-)


 Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern des Paradiesgarten-Blogs angenehme Ostertage!


Donnerstag, 17. März 2016

Das Rebberg-Jahr (1)

Jede Jahreszeit, jeder Monat erfordert seine spezifischen Tätigkeiten und Arbeiten im Rebberg. Starten wir deshalb heute miteinander einen zeitlichen Spaziergang über das ganze Rebberg-Jahr.

Je nach Wetterlage, Schneehöhe und Temperatur beginnt nach einer Winterruhe im Februar oder März die Arbeitssaison im Rebberg mit einer der wichtigsten und für das restliche Jahr entscheidendsten Arbeiten: dem Rebenschnitt.


Der Rebschnitt verfolgt mehreren Ziele:


Je nach Erziehungsmethode - vor allem der Drahtbau und der Stickelbau sind im Wallis am häufigsten - ist der Arbeitsaufwand höher und die Arbeit ermüdender (Stickelbau) oder geringer und angenehmer zu erbringen (Drahtbau). Zur Klarstellung: im Paradiesgartenrebberg herrscht Stickelbau...

Der Rebschnitt erfordert vom Winzer grosse Sachkenntnis - und manchmal auch Mut: schneide ich zu "weich", das heisst, mit grosser Sicherheitsreserve gegen Frost, kann das eine grosse Mehrarbeit beim späteren Auslichten der Rebstöcke bedeuten. Schneide ich aber "hart" und knapp, spare ich mir zwar Arbeit, gehe aber ein hohes Risiko ein, dass der Rebstock bei Kälteeinbrüchen erfriert und stirbt.


Mit dem Rebschnitt beeinflusse ich schliesslich den Ertrag und die Qualität. Es geht darum, den einzelnen Rebstock nicht zu überfordern: muss er zuviele Trauben entwickeln, leidet die Qualität der Trauben. Auch hier gilt es, beim Schnitt ein gesundes Gleichgewicht zu finden.


Weiter hat der Rebschnitt natürlich einen entscheidenden Einfluss auf den Aufbau des Rebstockes in den Folgejahren. Fehlschnitte brauchen unter Umständen mehrere Jahre Zeit, bis sie wieder herausgewachsen sind.

Über die Folgen des Schneidens im einzelnen werden wir in den kommenden Monaten noch lesen.


Anzumerken ist hier noch, dass Umfang und Aufteilung der Arbeiten im Rebberg regional sehr unterschiedlich sein kann:

 Die Grafik zeigt zwei Dinge deutlich:
  1. im Wallis liegt der Arbeitsstundenaufwand auf die Rebfläche bezogen wesentlich höher als z.B. im Tessin oder in der Westschweiz. Das erklärt sich damit, dass die Rebberge im Wallis mehrheitlich steil bis sehr steil angelegt sind. Mein Paradiesgarten-Rebberg macht da auch keine Ausnahme.
  2. der Rebenschnitt und die Stockpflege (davon mehr später) allgemein beanspruchen von allen Arbeiten im Rebberg am meisten Zeit.
Immerhin - am Ende des Rebenschneidens zeigt sich das Resultat der Arbeit unübersehbar: vorher noch ein Wirrwarr von Ruten sieht jetzt der Rebberg beinahe "nackt" aus und die Haufen mit den geschnittenen Ruten türmen sich zu Abtransport:


Was jetzt natürlich völlig unerwünscht ist, sind Kälteeinbrüche oder Fröste. Hoffen wir, dass nichts von alledem eintritt!

Samstag, 27. Februar 2016

Experimente zur neuen Aussaat-Saison

Wenn frühlingshafte Temperaturen und längere Tage angesagt sind, da reizt es den Gärtner natürlich, mit dem Anziehen von Gartenpflanzen zu beginnen.



Dieses Jahr versuche ich, mit Kartonröllchen als Erdumhüller die "grossen" Samen Zuccetti und Kürbis anzuziehen. Ich verspreche mir davon, dass sie in dieser Form leichter auspflanzbar sein sollten und die Durchwurzelung nach dem Auspflanzen rascher und besser vorwärtsgehen wird.

Garten als Fasnachtsthema

... und bevor für den Garten die Aussaatarbeiten wieder starten, kommt der schon fast traditionelle Abstecher an die Basler Fasnacht.

Auch dieses Jahr habe ich zum Thema "Gärtnern" wieder Sujets gesehen. Eines - wunderschön dargestellt mit farbenfrohen Kostümen und Laterne - zeigte Urban Gardening:



Auch die von Schädlingsbekämpfungsmitteln geplagten und bedrohten Bienen wurden als Sujet verwendet:


Eigentlich doch interessant, in diesem sehr städtischen Umfeld solche Themen zu finden!
 

Mittwoch, 3. Februar 2016

Frühlingserwachen?

Meine Grossmutter pflegte am Fest Maria Lichtmess (2. Februar) zu sagen:
"wenn an Maria Lichtmess die Sonne den Pfarrer auf der Kanzel bescheint, muss der Fuchs noch 40 Tage ins Loch". 
Und was will uns dieser Wetterspruch überhaupt sagen? Wenn der Fuchs noch in sein Loch muss, bedeutet das nichts anderes, als dass noch nichts ist mit Frühling; dass nochmals Schnee und Kälte Einzug halten werden - und das über längere Zeit (die 40 Tage). Sind wir doch gespannt, ob diese einfache Wetterregel auch heute noch Bestand hat. Diese Bedingung war ja heute bei diesem milden, sonnigen Beinahe-Frühlingstag mehr als erfüllt! Warten wir es ab!



Die milde, frühlingshafte Witterung im Paradiesgarten hat mich bewogen, im kleinen Rebberg den Startschuss in die neue Saison zu wagen. Ich habe dort Gamay- und Heida-Reben geschnitten; tüchtig, ohne grössere Frostreserven! Auch hier: ich bin gespannt, wie es weitergeht!




Sonntag, 10. Januar 2016

Schnee

Den blühenden Haselsträuchern zum Trotz ist nun doch endlich etwas Schnee gefallen.


Gross ist die Menge allerdings nicht - und vor allem, wenn bald darauf schon wieder die Temperatur steigt und Regen einsetzt, verschwindet die weisse Pracht schnell wieder.


Nun, die Vögel und Wildtiere machen sich eh nicht soviel aus dem Schnee. Für sie ist es allemal leichter, ohne hohen Schnee durch den Winter zu kommen.